von Frank Landsberg
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5. Februar 2024
Wenn ihr meine Bilder kennt, dann wisst ihr, dass ich sehr gerne Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge, Mondaufgänge und Monduntergänge fotografiere. Dabei versuche ich immer, ein markantes oder bekanntes Objekt, wie zum Beispiel den Burgfried auf dem Drachenfels, mit in das Bild einzubauen. Ich finde, dieses gibt dem Bild einen Bezug zu dem Aufnahmeort. Hier in diesem Blogbeitrag möchte ich auf einen Mondaufgang eingehen. Als Aufnahmeort habe ich das Rheinufer in Mehlem gewählt, da dieses gut erreichbar ist und man einen guten Ausblick auf den Drachenfels hat. Von hier aus kann man auch sehr viele Details des Burgfrieds mit aufnehmen. Den genauen Standort ermittle ich mit der App Peakfinder. Mit dieser App bin ich sehr zufrieden und habe dazu auch schon mal ein Youtube Video gemacht. Den Link dahin findet ihr am Ende der Blogs. Viele Apps oder auch Webseiten geben an, wann der Vollmond aufgeht. Zu beachten ist hier, dass dieser Zeitpunkt anzeigt, wann der Mond auf Meereshöhe ist. Es vergehen, je nach Jahreszeit, noch etwa 30 bis 45 Minuten, bis der Mond hinter dem Drachenfels sichtbar wird. Peakfinder kann auch die genaue Zeit anzeigen, wann dieses ist. Der Vollmond geht genau dann auf, wenn die Sonne auf der gegenüberliegenden Seite unter geht. Technisch gesehen, muss das kein 100-prozentiger Vollmond sein. Es können auch 99,5 % sein. Der Unterschied ist aber mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Der Mond ist das zweithellste Objekt am Himmel nach der Sonne und bewegt sich relativ schnell über dem Himmel. Deshalb kann man ihn nicht lange belichten. Um die Krater und Mare noch scharf abzubilden, versuche ich nicht länger als 1/100 Sekunde zu belichten. Dadurch ist die Umgebung leider zu dunkel (unterbelichtet) und man kann meistens nur noch Silhouetten erkennen. Selbst beleuchtete Objekte wie der Burgfried sind eigentlich zu dunkel. Bei dem Titelbild habe ich eine Belichtungsreihe gemacht und musste das Bild trotzdem noch extrem in Lightroom nachbearbeiten. Persönlich favorisiere ich einen Tag vor Vollmond (ca.97 -98 %), denn dann ist der Mond noch zur blauen Stunde hinter oder neben dem Bergfried zu sehen. Es ist noch genügend Umgebungslicht vorhanden, um noch Details am Drachenfels zu sehen, siehe Beispielbild.